Mit dem „Südharz-Mobil“ möchte der Caritasverband Südniedersachsen in Kooperation mit dem Landkreis Göttingen einen innovativen Ansatz der sozialen Teilhabe verfolgen. Mit dem umgebauten Minibus sind zwei Mitarbeiterinnen der Caritas Südniedersachsen in den Städten Herzberg am Harz, Bad Lauterberg und Bad Sachsa unterwegs.
„Wir wollen mit dem Mobil in die Orte fahren und dort die Bedarfe aufnehmen“, erklärt Volker Bullwinkel, Leiter des Caritas-Centrums in Herzberg.
Dieser Ansatz sei neu, da es sich um ein aufsuchendes und bedarfsorientiertes Angebot handele. Mit dem Mobil sollen nach Angaben Bullwinkels auch neue Orte
der Begegnung geschaffen werden. „Gerade im ländlichen Bereich wurden in den vergangenen Jahren viele Begegnungsräume geschlossen. Diese Lücke wollen wir mit dem ‚Südharz-Mobil‘ auch ein wenig schließen“, sagt Volker Bullwinkel. Das Projekt möchte sich für ein starkes, lebendiges Miteinander im Südharz einsetzen. Es richte sich an alle Menschen der Region – unabhängig von Alter, Herkunft oder Lebenssituation.
In dem Minibus, sollen auch Beratungsgespräche möglich sein. Hierfür sollen noch Sitzbänke und ein hochklappbarer isch eingebaut werden. Die Folien, mit denen das Gefährt belebt ist, sind so konzipiert, dass man durch sie zwar raus, aber nicht hineingucken kann. „Dadurch haben wir die Möglichkeit, eine Privatsphäre für ein Beratungsgespräch herzustellen“, berichtet Volker Bullwinkel. Für Tina Hallemann, die gemeinsam mit Magdalene Arenz, das „Südharz-Mobil“ fährt, ist es wichtig, dass das Angebot in den Städten sichtbar wird. An drei Tagen in der Woche sind die beiden unterwegs, um vor Ort mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. „Zu uns kann man mit jedem Bedarf und ohne Termin kommen“, sagt Tina Hallemann.
Für den Landkreis Göttingen brachten Conrad Finger, Sozialdezernent, und Manfred Fraatz, Fachbereichsleiter Soziales, ihre Freude darüber zum Ausdruck, dass es mit dem „Südharz-Mobil“ ein Angebot gibt, dass sich an den Bedarfen der Menschen vor Ort orientiert. Und das dieses Angebot, dann auch zu den Menschen kommt und diese keine weiten Wege in Kauf nehmen müssen.
Finanziell unterstützt wird das Kooperationsprojekt vom Land Niedersachsen und der Landesarbeitsgemeinschaft Soziale Brennpunkte Niedersachsen e. V. Angelegt ist das Projekt zunächst auf drei Jahre.
