Neues Stadtteilprojekt „Miteinander in HERZ-Aue“ soll die Menschen in den Herzberger Wohngebieten Aue und Kastanienplatz zu Dialog und mehr Miteinander bewegen.
Mit gemeinsamen Aktivitäten und Befragungen will Caritas-Mitarbeiterin Jannika Born die Bewohnerinnen und Bewohner rund um den Kastanienplatz und in der Aue in den kommenden Monaten erreichen. „Ich unterstütze, dass die Menschen zusammenkommen“, erklärt die Sozialpädagogin. Gemeinsam mit Bürgermeister Christopher Wagner und der Kreiswohnbau Osterode am Harz/Göttingen stellte die Caritas Südniedersachsen das Projekt vor. Rund 1120 Menschen wohnen im Projektgebiet.
Ein zentraler Ort des Projekts wird der barrierearm erreichbare Stadtteiltreff Kastanienplatz sein, den die Kreiswohnbau Osterode am Harz/Göttingen dafür bereitstellt. „Wir sind froh, den Stadtteiltreff als Anlaufpunkt zu haben“, sagt Dr. Volker Bullwinkel, Leiter des Caritas-Centrums Herzberg am Harz. Immer montags solle das „Aue-Begegnungscafé“ im Stadtteiltreff wieder etabliert werden. Auch offene Beratungsangebote gehören zum Konzept. Weitere Veranstaltungsformate sollen gemeinsam mit den dort wohnenden Menschen entwickelt werden. Stadtteilfeste sind genauso denkbar, wie Talkrunden mit Gästen.
Sowohl die Stadt Herzberg als auch die Kreiswohnbau wollen das Projekt bestmöglich unterstützen. Beide hatten sich schon mit Stellungnahmen eingebracht, um Fördermittel einzuwerben. Finanziert wird „Miteinander in HERZ-Aue“ für ein Jahr durch die Deutsche Fernsehlotterie, eine Verlängerung soll beantragt werden. „Wohnen heißt nicht nur Unterkunft, sondern auch Heimat“, betont Kreiswohnbau-Geschäftsführer Michael Birlin. Über die Jahre sei schon ein vielfältiges Angebot im Stadtteiltreff gewachsen. „Der Gedanke der Caritas, gemeinsam mit der Kommune die Quartiersarbeit voranzutreiben, ist toll“, meint Birlin und fügt an: „Wir erhoffen uns, dass es noch ein besseres Miteinander wird, zwischen den Menschen, den Nationalitäten und den Altersstufen.“
„Zusammen geht was“, erklärt Caritas-Vorstandssprecher Ralf Regenhardt. Mit starken Partnern könne das gleichnamige Jahresmotto der Caritas mit Leben gefüllt werden. Das Projekt könne niedrigschwellig Zugänge zu den Menschen schaffen und die Caritas bringe ihre eigenen Beratungskompetenzen mit ein. „Es ist gut, wenn solche Projekte etwas anschieben“, sagt Caritas-Vorständin Isabel Lubojanski. Das hätten auch schon andere Quartiersprojekte der Caritas gezeigt.
Bürgermeister Wagner hofft, dass das Projekt „positive Bilder“ schafft, auch indem sich die Menschen einbringen und sich so wieder mehr mit ihrem Wohnumfeld identifizieren. „Wir können gerne unseren Jugendrat einbinden“, bietet Wagner an. Jannika Born freut sich jedenfalls auf die Zusammenarbeit mit möglichst vielen Menschen aus den Wohngebieten. „Wir wollen Bewohnerinnen und Bewohner finden, die schon integriert sind, und dann weitere Menschen mit aktivieren“, sagt sie.
Die fördermittelgebende Deutsche Fernsehlotterie erzielte Dank ihrer Mitspielerinnen und Mitspieler von 1956 bis heute einen karitativen Zweckertrag von über 2 Milliarden Euro. Damit konnte die Soziallotterie insgesamt mehr als 10.000 Projekte fördern. Mindestens 30 Prozent der Loseinnahmen fließen jedes Jahr in den guten Zweck. Die geförderten Projekte sollen dabei das solidarische Miteinander stärken und aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen begegnen.
Medienberichte
- Für mehr Miteinander: Nachbarschaftsprojekt in Herzberg startet (ndr.de / NDR 1 Niedersachsen, 23.01.26)
- Wie ein neues Projekt das Miteinander in Herzberg am Harz verändern will (harzkurier.de, HK+ kostenpflichtig, 26.01.26)



